Das sind die Tops & Flops der Event-Trends 2019!

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Jedes Mal zum Jahresbeginn das Gleiche. Jeder bringt seine eigene Trends-20xx-Liste heraus und eigentlich hat sich weder viel zum Vorjahr getan, noch weiß jemand etwas mit den Tipps und Trends anzufangen. Wir haben uns daher einige der angeblichen Trends herausgesucht und kritisch unter die Lupe genommen.

Akkreditierung durch Gesichtserkennung

Bei Apple und anderen Größen der Techbranche hat sich die Gesichtserkennung, zum Beispiel zum Entsperren des iPhones, bereits bewährt. Doch kann man die Technologie auch auf die Eventbranche übertragen?

Stellen Sie sich doch mal vor, dass Ihre Teilnehmer nur durch eine spezielle Scanvorrichtung laufen müssen und schon sind sie als anwesende Teilnehmer erfasst. Die Akkreditierung würde schnell, ohne jegliche Warteschlangen und mit einem minimalen Personalaufwand vonstattengehen. Ebenso könnten Sie die Technologie nicht nur bei der Akkreditierung einsetzen, sondern auch Besucherströme exakt und kostengünstig messen. Hört sich eigentlich zu schön an, um wahr zu sein.

Doch es gibt bereits jetzt die ersten Praxisbeispiele. Die neuen kassenlosen Supermärkte von Amazon arbeiten bereits mit einer vergleichbaren Technologie. Die Eventbranche springt ebenfalls auf diesen Trend auf. So soll bei den Olympischen Spielen 2020 in Tokio eine Technologie eingesetzt werden, die allen 300 000 Beteiligten (Sportler, Mitarbeiter, Funktionäre etc.) einen Zugang zu bestimmten Bereichen nur über die Gesichtserkennung gewährt.

Doch wird sich der Trend auch in Europa und Deutschland durchsetzen? Auf Grund der sehr hohen Anforderungen an den Datenschutz ist dies erstmal unwahrscheinlich. Zudem könnten Sie zwar bei der Durchführung Ihrer Veranstaltung Personalkosten einsparen, doch die Anschaffungen eines solchen Systems ist sehr kostenintensiv und würde sich deshalb zurzeit nur bei Großveranstaltungen, wie zum Beispiel den Olympischen Spielen, lohnen.

Daher für uns ein Flop-Trend 2019!

Content Delivery 2.0

Die Art und Weise, wie Inhalte präsentiert werden, hat sich nicht nur in der digitalen Welt verändert. Frontalvorträge sollten nicht nur in der Schule der Vergangenheit angehören, denn auch Sie wollen Ihre Teilnehmer ja nicht mit Eindimensionalität langweilen.

BarCamp oder Hybridkongress sind nur zwei Formate, die sich bei Corporate Events und Tagungen in den letzten Jahren immer mehr durchgesetzt haben. Der klassische Vortrag oder Reden sind heutzutage mehr als nur angestaubt und langweilen schon nach wenigen Minuten die meisten „Teilnehmer“. Wenn man diese überhaupt so nennen kann, denn sie nehmen ja nicht wirklich teil in diesem Moment. Umfragen haben ergeben, dass Teilnehmer von klassischen Tagungen die Pausen meistens als am wertvollsten erachten, weil man sich hier am besten austauschen kann.

Active Participation ist ganz klar ein Trend, der auch dieses Jahr weiter an Fahrt aufnehmen wird. Hierbei werden Teilnehmer mit in die inhaltliche Konzeption von Veranstaltungen einbezogen und der aktive Austausch unter den Teilnehmern steht im Vordergrund.

Oft ist auch kein extremer Bruch mit traditionellen Konzepten nötig. Fangen Sie bei einer Ihrer Veranstaltungen doch zunächst mal ganz vorsichtig mit einer Q&A-Session (Questions and Answers) an. Sie werden sehen, Ihre Teilnehmer und auch Referenten werden es Ihnen danken.

Haben Sie Ihr Präsentationskonzept bisher noch nicht auf Content Delivery 2.0 upgedatet, sollten Sie spätestens dieses Jahr Ihre Veranstaltungsformate dahingehend überarbeiten.

Denn dieser Trend ist definitiv ein Top-Trend in 2019!

Erlebnis-Locations

Erlebtes bleibt besser im Gedächtnis als Gesehenes oder Gehörtes. Diese Erkenntnis war schon immer die Grundlage für erfolgreiches Erlebnismarketing. Events jedoch gehören heute schon so zum Alltag von Menschen, so dass man in Zukunft nicht mehr mit der Stadthalle oder dem Kongresshotel den gewünschten Effekt erzeugen kann. Veranstaltungen in außergewöhnlichen Locations sorgen für Erlebnisse, über die Ihre Teilnehmer noch lange sprechen werden. Ein Beispiel dafür ist die Balver Höhle, eine Kalksteinhöhle, welche aufwändig zur Eventstätte umfunktioniert wurde. Doch Locations, die das Potential für besondere Erlebnisse haben, lassen sich nahezu überall finden. In fast jeder Stadt gibt es große unterirdische Hallen, verlassene Industriegebäude oder hoch moderne Fabriken, die sobald sie zur Eventlocation umfunktioniert wurden, definitiv Erlebnischarakter haben.

Ist dies ein Trend, der sich durchsetzen wird? Die Antwort ist „Jein“! Denn oft ist bei diesen Locations die Logistik wesentlich anspruchsvoller und liegen die damit verbundenen Kosten viel höher als bei klassischen Eventlocations. Hier ist eine ganz individuelle Kosten-Nutzen-Analyse notwendig.

Für uns aber trotzdem ein Top-Trend 2019!

Kulinarisches Bewusstsein

Vorbei sind die Tage von Kalorienbomben, die die Tische schmücken. An ihrer Stelle stehen gesündere Optionen mit gekennzeichneten Allergenen, die sowohl kostengünstig als auch schmackhaft sind. Warum also diese Änderung? Und warum jetzt? Nun, im digitalen Zeitalter sind die Menschen nicht nur besser informiert und bewusster, was sie konsumieren, sondern auch besorgter über mögliche langfristige gesundheitliche Auswirkungen ihrer Ernährung.

Noch viel wichtiger für den Eventplaner ist es, Speisevorschriften zu beachten, die durch religiös-kulturelle Konventionen begründet sind. In einer multikulturellen Gesellschaft kann ein Fauxpas dieser Art unangenehm für den Eventplaner sein und einen Imageschaden für das ausrichtende Unternehmen bedeuten.

Dieser Trend wird sich auf jeden Fall durchsetzen. Die gesellschaftlichen Entwicklungen machen es vor.

Daher ein absoluter Top-Trend 2019!

Spracherkennung als Eventguides

Bereits 2016 wurden laut Google 20% der Internetsuchen über Spracherkennung durchgeführt und durch die Fortschritte im Bereich der künstlichen Intelligenz kann der Trend bald auch die Eventbranche erreichen. So könnten Sprachassistenten zum Beispiel dem Teilnehmer bei der Navigation auf dem Veranstaltungsgelände helfen oder Termine mit Ausstellern an Messeständen reservieren.

Die Implementierung über eine Event App oder festinstallierte Infoterminals kann dabei variieren, ist aber mit vergleichsweise geringem Aufwand umsetzbar. Es ist ein Trend mit Zukunftspotential, doch schätzen viele Menschen gerade bei Veranstaltungen den persönlichen Touch. Daher wird es noch etwas dauern bis sich dieser Trend durchsetzt.

Für 2019 ein Flop-Trend!

Sponsoring meets Storytelling

Egal ob Festival, Tagung oder Corporate Event, Sponsoring ist bei Events ganz normal. Doch ein Banner aufzuhängen, ein Logo mit auf das Ticket zu drucken oder Flyer auszulegen wird in Zukunft niemanden mehr umhauen. Eher im Gegenteil, weder Sponsoren noch Teilnehmer haben irgendetwas von einer schlechten Positionierung bei einer Veranstaltung.

Werden Sie lieber kreativ und beziehen Sie das Sponsoring mit in Ihr Gesamtkonzept und die von Ihnen erzählte Story ein. So können Sponsoren bei einem BarCamp zum Beispiel eine Session leiten oder bei einer Messe Führungen über diese anbieten.

Klar ist der Aufwand höher, als wenn man nur ein Banner aufhängt, aber man kann dies durch Einbeziehung der Sponsoren auch zum Vorteil nutzen. Kreatives Sponsoring ist längst überfällig!

Ein Top-Trend für 2019!

Fazit

Der Fortschritt macht vor der Eventbranche nicht halt und wenn Sie noch nicht mit der Digitalisierung Ihrer Events begonnen haben, dann sollten Sie dies spätestens 2019 nachholen. Doch nicht jeder angebliche Trend ist direkt ein „Muss“ für jeden Eventplaner. Aber regelmäßig einen Blick auf die Entwicklungen zu werfen, lohnt sich allemal.

Moritz Pilz
Moritz Pilz
...ist seit 2010 bei Conventex beschäftigt und hat zunächst lange Jahre im Customer Support und Service gearbeitet. Seite Ende 2017 ist er im neu aufgebauten Team der Sales & Marketing Abteilung. Durch seine langjährige Arbeit im Kundenservice konnte er sehr viel Eventerfahrung sammeln und hat zahlreiche Events in der Vorbereitung und auch vor Ort betreut.

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